Wohnungssuche.

April 10, 2008

Das Fräulein Patsy Jones hat mich wieder daran erinnert. Meine damalige, dunkelhäutige Freundin und ich waren vor ein paar Jahren auf Wohnungssuche (sie ist immer noch dunkelhäutig, nur nicht mehr meine Freundin). Also Zeitungen aufgeschlagen, passende Inserate rausgesucht und angerufen.  Es waren insgesamt fünf.

Beim ersten Anruf ging der Vermieter der Wohnung selber ran.

„Guten Tag, mein Name ist e.o. Ich rufe wegen der Wohnung an.“

„Wie ist ihr Name?“

„e.o ..“

„Wir vermieten nicht an Ausländer.“

Klack. Er hat aufgelegt. Arschloch. Mein Name klingt zwar nicht unbedingt deutsch, anhören tut man es mir aber garantiert nicht. Egal. Nächster Versuch. Diesmal einen Makler dran gehabt.

„Ja, guten Tag. e.o blablabla.“

Der Vermieter hat dem Makler wohl einen Fragekatalog vorgelegt, um mit ungeeigneten Kandidaten erst gar keine Termine ausmachen zu müssen.

„Sie sagen, mit ihrer Freundin? Welche Nationalität hat sie denn?“

„Eritreisch.“

„Bitte?“

„Eritrea. Liegt in Afrika. Neben Äthiopien.“

„Also ist sie farbig?“

„…“

Was soll der Scheiß denn? Hallo? Der schwarze Kontinent? Schon mal gehört?

„Sie ist dunkelhäutig.“

„…wissen Sie der Vermieter hat zwar nichts gegen Ausländer, aber Neger will er nicht im Haus haben.“

Wtf? Der hat echt Neger gesagt. Arschloch². Aufgelegt.

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Einflugschneise.

April 8, 2008

Unsere Videothek befindet sich an der Einflugschneise eines Restaurants, daß zwei goldene Bögen im Logo hat. Also an unserem Laden vorbei, ein Stück geradeaus und wer die 90 Grad Kurve, die ziemlich uneinsichtig ist noch bekommt, ist quasi am Ziel. Wer sie nicht bekommt landet wahlweise auf den parkenden Autos, die links in der Parkbucht stehen oder in der Mülltonnenarmee des besagten Restaurants, ein Stück weiter vorne. Daß allerdings jemand mit drei Blechmülleimern, zwei parkende Autos abschießt, durchstartet und abhaut obwohl er seine Schneeschaufel seinen Frontspoiler in quietschegelb mitsamt Nummernschild verloren hat, grenzt an Debilität. Ich glaube, die Polizei findet ihn. Mit Sicherheit.

10 Dinge.

April 3, 2008

Falls ihr mal einen Angestellten in einer Videothek zum Selbstmord treiben wollt. Hier sind zehn Dinge, die ihr tun könntet:

  • Beim Zurückgeben von DVDs mit eurer grössten und grinsenden Nerd-Fresse betonen, daß ihr alle zurückgespult habt.
  • Verlangt einfach Filme, die noch im Kino laufen. Und seid euch 500% sicher , daß die Cousine des Sohnes vom Nachbarn diesen bereits auf DVD hat. Euch aber das Husten und das Kichern im Ton stört.
  • Euch passt das System im Laden nicht? Räumt doch einfach die Hüllen um.
  • Putzt euch drei Tage nicht die Zähne und ballert euch vorher einen Döner mit extra Soße und Zwiebeln rein. Aber bitte nur wenn ihr beim Reden auch immer schön tief ausatmet.
  • Ruft an Wochenenden oder vor Brückentagen an und fragt was denn „so Neues in den letzten vier Wochen“ erschienen ist. Lasst euch auch für jeden Film die Schauspieler und eine kurze Inhaltsangabe geben. An solchen Tagen haben wir nämlich sonst nichts anderes zu tun. Wir haben auch keine Homepage.

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pornös.

April 3, 2008

Hey du. Ja genau, dich meine ich. Ich habe wirklich nichts dagegen, daß du dir Pornos ausleihst. Echt nicht. Wenn ich aber zwei Minuten nach dir rausgehe um eine zu rauchen und du gebückt im Kofferraum deines Familienkombis, inklusive Kindersitz und Jesusfisch „Baby an Bord“- Aufkleber stehst, um alle DVDs aus den Hüllen zu nehmen und im Reserveradkasten zu verstecken, muss ich doch leicht grinsen. Und den Kopf schütteln. Wehe, da ist morgen auch nur ein Kratzer auf einer Scheibe. Dann erzähl ich es deiner Frau. Ehrlich.